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Zusammenarbeit."
Ebenso verständlich sei es, wenn das geplante Bundeszentrum zur
Ächtung der Vertreibung seinen Platz in Berlin bekommen werde.
BadenWürttemberg werde seinen finaziellen Beitrag dazu leisten,
um das geplante Dokumentationszentrum als lebendes Mahnmal"
aufbauen zu können.
In diesem Zusammenhang machte der BdVKreisvorsitzende Karl Walter Ziegler
den Vorschlag, daß zur Finanzierung des Zentrums jeder Bewohner
der Gemeinde zehn Pfennig beisteuern solle, denn dann ist die
Aufgabe zu stemmen". Die Gemeinde Urbach habe bereits in vorbildlicher
Weise den Betrag zugesagt.
BdV-Kreisverband
Mannheim Land:
Die Feierstunde zum diesjährigen Tag der Heimat eröffnete
Josef Winge am Flügel mit bekannten Stücken für das wohltemperierte
Klavier" von Johann Sebastian Bach.
BdV-Kreisgeschäftsführer Jens Kilian konnte im Josefshaus
in Reilingen viele Prominente begrüßen. Zu den Ehrengästen
zählten Bürgermeister Walter Klein, Staatssekretär und
Landtagsabgeordneter Heribert Rech, der stellvertretende Landrat Dr.
Bode-Falk Hoffmann, Altbürgermeister Dr. Lothar Gan sowie zahlreiche
Gemeinderätinnen und Gemeinderäte.
In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Klein, daß
mit der Charta dr Heimatvertriebenen von 1950 ein Akt historischer
Größe" und gleichzeitig eine entscheidende Voraussetzung
für ein friedliches Miteinander mit den östlichen Nachbarn
geschaffen worden sei.
Der Landesbeauftragte für Flüchtlinge, Vertriebene und Aussiedler,
Staatssekretär Heribert Rech, MdL, forderte in seiner Ansprache
die Bundesregierung dazu auf, sich bei den EU-Beitrittsverhandlungen
mit den östlichen Nachbarn energisch für die berechtigten
Interessen der deutschen Heimatvertriebenen einzusetzen. In diesem Zusammenhang
betonte er: Die EU ist eine Wertegemeinschaft, für Vertreibungsdekrete
ist da kein Platz."
Ein kultureller Höhepunkt im Programm war der Auftritt Maria Schlesingers
mit ihren selbstverfaßten und ausdrucksstarken Gedichten aus dem
Sudetenland. Ebenso begeisterte der Tenor Erik Gold vom Männergesangsverein
1902, begleitet durch Eberhard Winge am Flügel, mit seinem Riesengebirgslied.
BdV-KV
Ulm/Munderkingen:
Zum Tag der Heimat'
des BdV versammelten sich in der Donauhalle in Munderkingen rund 300
Gäste. Nach dem Totengedenken am Ehrenmal auf dem Friedhof eröffnete
der Vorsitzende des Kreisverbandes, Joachim Wendt, das Festprogramm.
In seiner Rede verwies er auf die Verdienste der Heimatvertriebenen.
Wir gehörten zu den ersten Europäern, die sich für
Verständigung und Zusammenwachsen einsetzten in einem Europa, das
nicht mitten in Deutschland aufhörte."
Der Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Michael Lohner,
erinnerte an die enge Verknüpfung der Stadt Munderkingen mit den
Vertriebenen, durch deren Zuzug die Einwohnerzahl Munderkingens um ein
Drittel anwuchs. Das bestehende Obergangswohnheim erfordere auch heute,
weiter an der Integration zu arbeiten.
Die Festrednerin Elisabeth Jeggle, CDUAbgeordnete im Europaparlament,
hält die seit 50 Jahren gewachsene Stabilität in Europa für
wichtig, weil damit Wohlstand für 320 Millionen Menschen geschaffen
wurde. Der Export von Stabilität und Wohlstand heißt
für uns zwar, ein klein wenig zu teilen und abzugeben. Er soll
jedoch auch im Osten helfen, Stabilität und Frieden zu erhalten"
unterstrich Jeggle in ihrer Rede.
Als Dank für die herzliche Aufnahme in Munderkingen überreichte
Wendt Bürgermeister Lohner die goldene Ehrennadel des Landesverbandes
des BdV.
Musikalisch gestaltet wurde die Veranstaltung vom Musikverein Munderkingen,
den Spinnstuben-Sängern aus Langenau und dem BdV-Chor Ulm. Die
Tanzgruppe Kommt guet eomm ein Krois" aus Rottenacker begeisterte
die Gäste mit drei wunderbaren Volkstänzen.
BdV-KV Waldshut
Tiengen:
Vor rund 150 Heimatvertriebenen
und vor Vertretern der Kommunal- und Landespolitik, darunter Landtagspräsident
Peter Straub (CDU), MdB Thomas Dörflinger, Oberbürgermeister
Martin Albers und Berthold Schmidt, dem Vorsitzenden der Kreisvereinigung
der Bürgermeister, würdigte Südbadens Regierungspräsident
Sven von Ungern-Sternberg die Aufbau- und Integrationsleistung der Vertriebenen
in ihrer neuen Heimat.
Kreisvorsitzender Helmut Müller und Stellvertreter Dieter Teubler
warben für die Unterstützung des von der Präsidentin
des BdV, Erika Steinbach, initiierten Projekts, in dessen Rahmen auch
ein DokumentationsZentrum Vertreibung" in Berlin geplant
ist.
Ein großer Teil des Tiengener Tag der Heimat' war auch der
Erinnerung gewidmet. In Gedichten und gemeinsam gesungenen Liedern aus
Schlesien, Pommern und Ostpreußen, musikalisch begleitet vom Duo
Angelika und Bruno Schulz, erinnerten sich die Versammelten der alten
Heimat.
BdV-KV Aalen:
Die international verbindliche
Ächtung jeder Art von Vertreibung forderte der BdV-Landesvorsitzende
Arnold Tölg beim Tag der Heimat" in der mit rund 300
Schicksalsgenossen aus allen osteuropäischen Vertreibungsgebieten
besetzten Remshalle in Essingen. Es stehe außer Zweifel, so Tölg
weiter, daß die Heimatvertriebenen heute den stärksten Beitrag
zur Verständigung mit den osteuropäischen Völkern erbringen
und ihr Einsatz zur Rettung und Pflege bedeutender Kulturdenkmäler
in Polen, Tschechien oder der Slowakei größte Wertschätzung
erfahre.
Der BdV-Kreisvorsitzende Fanz Kopetschek begrüßte unter den
Ehrengästen Landrat Klaus Pavel und Bürgermeister Wolfgang
Hofer, der an die Zeiten erinnerte, als die damals nur 2000 Einwohner
zählende Gemeinde Essingen 700 Heimatvertriebene aufnahm. Landrat
Pavel sprach sogar von 33 000 Neubürgern, die der Kreis damals
aufnahm und dankte gleichzeitig den Heimatvertriebenen für ihren
wertvollen Beitrag zur Region der Talente" und Patente.
Kulturelle Beiträge zum Programm kamen vom Musikverein Essingen,
der Sing- und Tanzgruppe der Siebenbürger Sachsen Schwäbisch
Gmünd sowie vom Vorsitzenden des Essinger Volkstumskreises Albuch,
Siegfried Nentwich, der das Schlußwort sprach.
Polnischer Staatspräsident
Kwasniewski würdigt den z. Kommunalpolitischen Kongreß
der Landsmannschaft Ostpreußen
In seinem Grußwort
würdigte der polnische Staatspräsident Alexander Kwasniewski
den z. Kommunalpolitischen Kongreß in Elbing als eine Tatsache,
die eine Fortsetzung der Verbindungen zwischen den jetzigen und
den ehemaligen Bewohnern in Elbing und anderen Gebieten Polens mit ähnlicher
Vergangenheit darstellt." Sie sei damit eine der glaubwürdigsten
und authentischsten Beweise für die Normalisierung der deutschpolnischen
Beziehungen und der fortschreitenden europäischen Integration.
München: Feiger
Anschlag auf die Bundesgeschäftsstelle der LM der Banater Schwaben
Am 16. Oktober ging in der Bundesgeschäftsstelle ein an den Vereinsvorsitzenden
persönlich gerichteter Brief ein, aus dem weißes Pulver rieselte.
Mit Gasmasken und Schutzanzügen versehen, sicherte diesen die sofort
herbeigeeilte Münchner Berufsfeuerwehr und brachte ihn zur Untersuchung
in das medizinische Institut. Die mit sechs Angestellten besetzte Dienststelle
wurde luftdicht verschlossen und versiegelt. Die sechs Angestellten
erlebten persönlich Stunden höchster Anspannung, bis klargestellt
war, daß hier ein feiger Trittbrettfahrer" aktiv geworden
war, der wohl leider niemals ausfindig gemacht werden wird.
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