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Nachrichten aus Oberschlesien Ausgabe 024 / 05-06-2001
/ 21:52:08
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Sehr geehrte Landsleute und Freunde Oberschlesiens,
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Aus "UNSER OBERSCHLESIEN" vom 01.05.2001 (Teil 3)
hier sehen Sie weitere Informationen: http://presse.oberschlesien-bw.de
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Der Fraktionsführer der Deutschen Minderheit
im Sejmik, Josef Kotys,
ist zum Vorsitzenden des Gemeindeverbandes "Trias" gewählt
worden. Ihm
gehören derzeit 23 Gemeinden im Bezirk Oppeln und drei in der
Nachbarwoiwodschaft
Kattowitz an. Ziele des Interessenverbandes sind u.a. die Verbesserung
des
Hochwasserschutzes, der Ausbau der Kanalisation im ländlichen
Raum sowie der
Bau neuer Kläranlagen. Im Vordergrund steht jedoch der Schutz
des unterirdischen
Grundwasserbeckens vor möglicher Verschmutzung. Bei dem Reservoire
handelt es
sich um einen See mit über tausend Kubikkilometer Wasser und
einer Förderleistung
von 200.000 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag. "Trias" erhofft
sich aus dem
EU-Hilfsprogramm ISPA umfangreiche finanzielle Hilfen, um die gesteckten
Ziel
bis zum Jahr 2006 zu erreichen; das benötigte Investitionsvolumen
wird mit 83
Millionen Mark veranschlagt.
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Die Dorfgemeinschaft Arnoldsdorf (Kreis Neisse) bietet zu einem
herabgesetzten
Kaufpreis das Buch Brauchtum an der Bischofskoppe" aus der
Feder von Julius Graw an.
Es kostet 33 Mark ist zu beziehen bei: Dorfgemeinschaft Amoldsdorf,
Tilsiterstraße 8, 26441 Jever.
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Am 8. April 1981 führte erstmals ein Hilfstransport aus dem
Ruhrgebiet nach Oberschlesien.
Neun LKWs waren der Anfang einer dauerhaften Partnerschaft zwischen
den Bistümern
Essen und Kattowitz, die bis heute anhält. In den vergangenen
20 Jahren führten aus dem
Ruhrbistum mehr als 600 Transporte mit mehr als 4.000 Tonnen Hilfsgüter
in das oberschlesische Revier.
Seit der Wende stand der mit Hilfe des Bundesinnenministeriums und
dessen Hilfsbudget
für die deutsche Minderheit der Aufbau einer tragfähigen
Caritas-Struktur im Vordergrund.
Heute gibt es viele Kooperationen mit der polnischen Caritas bei
der Hilfe für andere Länder,
wie beispielsweise auf dem Balkan, wo tausend Tonnen oberschlesischer
Steinkohle für die
Winterhilfe in Bosnien landeten, oder beim Bau von 50 Häusern
eines ukrainischen Kinderdorfes
für tschernobylgeschädigte Kinder, heißt es in einem
Zeitungsbericht.
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Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr konnte im Deutsch Krawarner
Begegnungszentrum
des Deutschen Freundschaftskreises (DFK) ein Konsularsprechtag der
deutschen Botschaft
abgehalten werden. Das in einem schönen Park stehende Barockschloß
der Familie Eichendorff
aus dem Jahre 1721, wo die Geschäftsstelle des DFK Deutsch
Krawarn untergebracht ist,
war als Arbeitsstätte der aus Prag angereisten Beamten ausgewählt
worden. Da im hultschiner
Ländchen die Anträge auf Ausstellung deutscher Staatsangehörigkeitsausweise
in diesem
Jahr bedeutend zugenommen haben und die Anreise nach Prag für
viele Einwohner aus
Gesundheitsgründen sehr anstrengend ist, kam es durch die Initiative
des DFK im Hultschiner
Ländchen zu einer erneuten "Öffnung" der Botschaft.
Die Besuchszeiten waren für
den 22. und 23. Februar dieses Jahres festgelegt worden. Neben der
Bearbeitung von
Staatsangehörigkeitsanträgen und der Aushändigung
deutscher Reisepässe wurden auch
Auskünfte zu Rentenfragen erteilt. Schätzungsweise etwa
150 Personen waren an den beiden
Tagen erschienen. Es kamen auch deutsche Schlesier aus Ostrau und
dem tschechischen
Teil des Teschener Schlesiens angereist. Der DFK hofft, schreibt
die Prager "Landeszeitung",
daß auch in Zukunft die Deutsche Botschaft den "Hultschinem"
so entgegenkommend sein wird.
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Der in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend verwahrloste jüdische
Friedhof in
Kattowitz wird derzeit renoviert. Grabmäler und die Totenhalle
werden saniert und von
wildwachsendem Grünzeug freigelegt. Etwa zwei Drittel der knapp
1.550 Grabmale sind
deutsch- und hebräischsprachig. Der Friedhof ist 1869 angelegt
worden. Die erste
Grabstelle ist bis heute erhalten geblieben; es ist das Grab von
Carl Münzer, der
am 20. Oktober 1969 noch nicht ganz vierjährig verstarb. Es
sind für die Stadtgeschichte
bedeutende Persönlichkeiten wie Ignatz Grünfeld auf dem
Friedhof beigesetzt. Vor einigen
Jahren drehte Kazimierz Kutz für einen Kinofilm auf den Gräbern
des Friedhofes an der
Kozielskastraße (einst Gartenstraße) eine Verfolgungsszene,
was Kritik hervorrief.
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Zur Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes über die
Zulassung einer
oberschlesischen Minderheit in Polen am 17. Mai organisiert die
"Bewegung für die Autonomie
(Ober-) Schlesiens" (RAS) für Interessenten und Sympathisanten
aus Oberschlesien eine
Dreitagesfahrt nach Straßburg (vom 16. bis 18. Mai). Auf dem
Programm stehen eine Stadtführung,
Treffen mit Europaabgeordneten und mit dem "Nationalforum Elsaß-
Lothringen" sowie der
"Elsässischen Volksunion". Außerdem erhalten
Mitreisende Einlaß in den Gerichtssaal,
wenn am 17. Mai das Urteil verlesen wird. Die Kostenbeteiligung
beträgt pro Person
voraussichtlich 150 zl. Weitere Infos bei Erwin Sowa, Tel (032)
206 24 20 und 0608007 121.
Wer aus dem Bundesgebiet nach Straßburg anreisen möchte,
kann Fahrtgelegenheiten bzw.
Infos in den Diskussionsforen von www.oberschlesien.de oder www.pierony.de
erfragen.
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Am 8. April fand ein interessantes kulturelles Treffen in der Sporthalle
in Zyrowa (Buchenhöh)
statt, bei dem zu verschiedenen oberschlesischen Themen referiert
wurde. Als Gäste erschienen
u.a. Landrat Joachim Czernek, der Vorsitzende Richter am Woiwodschaftsgericht,
Szulc, und der
Bestsellerautor Ewald Stefan Pollok ("Legendy. Manipulcje.
Klamstwa..."). Die Oppelner
Professorin Smolinska sprach über die Osterbräuche im
Kreis Krappitz. Über die Bedeutung der
Familie v. Gaschin für Oberschlesien berichtete die aus Deschowitz
(Odertal) stammende
Professorin Joana Rostropowia. Der ehemalige Sekretär von Bischof
Nossol und
heutiger Direktor des katholischen Radiosenders "Radio Plus",
Andrzej Hanich, stellte die
bedeutende Rolle der hl. Anna selbdritt für die Region heraus.
Im Vordergrund stand die Vorstellung
des Neudruckes des fiktiven Romans "Hrabia Damian", welcher
1902 von einem unbekannten
Autor in Beuthen in polnischer Sprache herausgegeben worden war.
Es erzählt in verklärter
polnischer Romantik über die Zeit zwischen 1743 bis 1850 in
Zyrowa und in Ostgalizien, wo
die Polen gegen Kossaken und Tataren kämpften. Die Erzählung
kolportiert gleich mehrere
Mythen u.a. auch über die Familie v. Gaschin in Zyrowa, die
sich allerdings bis heute hartnäckig
in breiten Kreisen erhalten haben. Das dickleibige Werk (970 Seiten)
ist aus Anlaß des 700jährigen
Bestehens der Zyrowaer Kirche im nächsten Jahr nachgedruckt
und von Helga Bieniusa und
Jerzy Szoltysek vorgelegt worden. Das Vorwort der beiden Initiatoren
stieß inzwischen auf Kritik,
da sich beide vom Buchinhalt leiten lassen und die längst überlebten
Erfindungen des unbekannten
polnischen Romanciers erneut beleben. Ohnehin fragten Anwesende
mit Enttäuschung, ob ausgerechnet
dieses Buch zum Kirchenjubiläum hat erscheinen müssen.
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Schon in unserer Ausgabe vom 1. Februar (Seite 22) haben wir auf
die Aktion zur Unterstützung
der deutschen Sprache in Oberschlesien aufmerksam gemacht, die vom
Ld0-Landesverband
Nordrhein-Westfalen und www.oberschlesien.de initiiert worden ist.
Jeder, der die Internetseite
aufruft und die Werbebanner von www.oberschlesien.de anklickt, kann
dazu beitragen, damit
die Aktion ein Erfolg wird. Die einzelnen Werbebanner sind in verschiedenen
Links zu finden.
Der Webmaster spendet für jedes Anklicken zehn Pfennig für
die Aktion! Jene, die noch nicht
online sind, können erbetene Geldbeträge auf das Konto
der Ld0-NRW bei der Sparkasse
Ratingen, Konto-Nr. 343616, BLZ 30151660, Kennwort "Deutschunterricht",
überweisen.
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Die Aktion zur Unterstützung der deutschen Sprache in Oberschlesien
hat zu lebhaften
und kontroversen Diskussionen-über die Sprachen der Oberschlesier
im Internet geführt.
Auszüge aus dieser Internet-Diskussion werden wir in der kommenden
Ausgabe der
Heimatzeitung "Unser Oberschlesien" dokumentieren.
nf
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Mit freundlichen Grüssen,
Glückauf ihr Webmaster OS
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Erstellt mit dem Newsletter Maker von Sebastian Arndt
Kostenloser Download unter http://www.newslettermaker.de
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