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Seite 2EU-Fördermittel auch für deutsche Minderheit in PolenDie Dresdner Bundestagsabgeordnete Christa Reichard (CDU) richtete die folgende schriftliche Frage an die Bundesregierung: Trifft es nach Erkenntnissen der Bundesregierung zu, dass die deutsche Minderheit in Polen und ihre Organisationen von der Möglichkeit ausgeschlossen sind, Fördermittel der Europäischen Union zu erhalten, und falls ja, gibt es Bemühungen der Bundesregierung, hierbei gegenüber der polnischen Seite auf eine Änderung hinzuwirken? Darauf antwortete Dr. Günter Pleu Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, wie folgt: Maßnahmen und Fördermittel der EU zur Unterstützung der Wirtschafts- und Sozialreform in Polen sind auf Kooperationsvorhaben ausgerichtet, bei deren Auswahl den Präferenzen und Wünschen Polens Rechnung getragen wird. Die polnische EU-Beitrittspolitik wird einschließlich der Anträge auf EU-Förderprogramme im interministeriellen Komitee für Europäische Integration (UKIE) koordiniert. Der Bundesregierung liegen keine Hinweise für eine Diskriminierung der deutschen Minderheit in Polen bei der Vergabe von EU-Fördermitteln vor. Nach Kenntnis der Bundesregierung fördern Europäische Union und polnische Regierung im Rahmen ihrer PHARE-Mittelbelegung auch Projekte in Regionen, in denen die deutsche Minderheit lebt. Hauptsiedlungsgebiete der deutschen Minderheit sind allerdings bislang nicht schwerpunktmäßig gefördert worden. Die polnische Regierung hat bei der Mittelvergabe die Tendenz, die östlichen Wojewodschaften, die aufgrund ihres Entwicklungsstandes stärkerer Strukturförderung bedürfen als die westliche, stärker in die Förderung einzubeziehen. Schwerpunktsgebiete der EU-Förderung für das Jahr 2000 sind die Wojewodschaften Ermland-Masuren, Schlesien, Podlachieri, Lublin und Vorkarpaten. Gegenüber der Europäischen Union plädieren die Bundesregierung und die Republik Polen dafür, PHARE und Interreg-Mittel künftig noch besser zu koordinieren, so dass eine noch bessere Förderung der Grenzregionen möglich ist. (SAV) . |
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vom 06.09.2000
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