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St. Anna  wurde 100 Jahre

St.Annakirche.jpg (4105 Byte)

Die St.Anna Gemeinde in Hindenburg. beging im vergangenen Oktober das 100- jährige Fest der Kirchweihe Am 8.Oktober um 11,00 Uhr würde eine feierliche Messe unter der Leitung von Diözesanbischof Pfr. Jan Wieczorek zelebriert. Zwei Tage. früher, am 6.Oktober um 19:00   Uhr, trat der Hndenburger Chor „Resonas com tutt" und das Orchester der Hindenburger Phiharmonie'' mit dem Programm "Stabat Mater" auf, die die .Hindenburger Zeitung „Nowiny Zabrzanskie" weiter berichtet, sagte der Gemeindepfarrer Josef Kusche aus diesem Anlaß: ich liebe diese Kirche, denn sie birgt in sich eine Wärme, die man woanders nicht finden kann. Ich liebe diese Kirche denn jedes Detail der Architektur ist so voller Zärtiichkeit, die höchste.Bewunderung hervorruft: In dieser Kirche findet jeder seinen geliebten Platz, deswegen ist sie über den ganzen Tag von Menschen, nicht nur unseren Gemeindgliedern, besucht.


Wir schweifen noch einmal, in die Vergangenheit zurück: Der erste Erdaushub für die Fundamente der StAnna-Kirche erfolgte' am 14.April 1897. Am 5.September:wurde der Grundstein geweiht: Der Bau schritt schnell voran. Schon am 28.'Dezember 1899 wurden auf dem Kirchturm vier Glocken mit den Namen Anna, Leo, Georg und Heinrich instaliert die jedoch 1917 zu Kanonen eingeschmolzen wurden. 1900 wurde der. Innenraum fertiggestellt - es wurden drei Altäre; die Orgel, Bänke, die Kanzel, der Taufstein und drei Beichtstühle instaliert. Die Konsekration erfolgte am 9. Oktober 1900 durch Bischof Kardinal Pfr. Georg Kopp. In den. nächsten zwei Tagen erteilte er 6000 Hindenbrurgern Kindern das Sakrament der Firmung. An den Kirchweihfeiern nahmen ca. 15 000 Gläubige teil. Anfangs war die St.Anna-Kirche eine Filiale von St.Andreas und wurde 1904 eine selbständige Gemeinde mit damals rund 8000 Gläubigen. Vier Jahre später erbaute Pfr. J.Peschka -Kurator der Gemeinde- ein hübsches Pfarhaus,as bis heute existiere. vom Pfargrundstück wurde ein Friedhof abgeteilt. der am 31.Dezember 1905 eingeweiht wurde. Nach Hindenburg, wurden auch Nonnen des Boromäusordens geholt.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde bei St.Annaein Gemeindehaus gebaut. Dessen Geschichte war vielfältig. Während des Zweiten Weltkrieges wohnten hier Umsiedler aus Bessarabien, Repatrianten aus dem Osten. Hier befand sich auch ein Kindergarten. 1988 wurde. das Gebäude von. der Stadt an die Gemeinde zurückgegeben,. 1929 kehrten ,die Glocken mit den, Namen Anna, Maria, Pius, Barbara und Johannes zurück.

Das Schicksal der Gemeinde während des Zweiten Weltkrieges.

Kurz vor Kriegsausbruch kam als neuer Gemeindepfarrer Pfr. Franz Pieruszka, der am 31.Januar 1939 feierllch in sein Amt eingeführt wurde. Die Kriegszeit wurde zu einem schweren Zeitraum. Der Religionsunterricht war verboten und aus den Schulräumen wurden die Kreutze entfernt. Auch die Kirche wurde nicht verschont. Weggenommen wurden Messingleuchter, der große Kronleuchter und vier von fünf Glocken. Die Kirche wurde von acht Bomben getroffen. Es gab keine Scheiben in den Fenstern. Beschädigt wurden das Dach, der Turm und Mauern.

Das Schicksal der Gemeinde nach dem Krieg

Am 19.März 1945 wurde Hindenburg den polnischen Behörden übergeben. Viele Gemeindemitglieder verließen jedoch die Stadt, und es kamen Emigranten aus Ostpolen, oder auch aus Frankreich und Westfalen. Am 9.Juni 1949 besuchten die Gemeinde der polnische Primas Kardinal Stefan Wyszynski mit dem Apostolischen Verwalter aus Oppeln Pfr. Dr. B.Kominek. Es folgten schwere Zeiten des stalinistischen Terrors. Viele Pfarrer wurden verhaftet oder vertrieben. Auch der Gemeindepfarrer Pfr. Franz Pieruszka mußte 1954 gehen. Er kehrte jedoch zwei Jahre später zurück. Am 26.Juni 1959 wurden vier neue Glocken geweiht: Anna (1050 kg), Maria (850 kg), Pius (450 kg) und Barbara (250 kg). Zusammen mit der Glocke Johannes (750 kg) von 1929 hat die St.Anna-Kirche deren fünf. Ein großes Ereigniss für die Gemeinde war der Besuch einer Kopie der Schwarzen Madonna aus Tschenstochau im Jahr 1965. 1978 beging Prälat Franz Pieruszka das 50-jährige Jubiläum seines Priesteramtes. Er verstarb am 23.September 1986. Die Zufahrtsstraße zur St.Anna-Kirche wurde in Pfr. Franz Pieruszka Platz umbenannt. Neuer Gemeindepfarrer wurde Pfr. Josef Kusche - die feierliche Einführung fand am 28.November 1986 statt.

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Wichtige Ereignisse in der Gemeinde in den letzten Jahren.

'Es sind zu viele Ereignisse, um alle aufzuzählen. Vor zehn Jahren wurde der Religionsunterricht in den Schulen eingeführt. Das veränderte das Bild der Seelsorge und der Jugend. Zur gleichen Zeit begann man mit der Herausgabe der Zeitschrift „Poslaniec (Bote) St. Anna". 1992 bildete der Heilige Vater die neue Diözese Gleiwitz aus Teilen der Diözesen Oppeln und Kattowitz. Erster Diözesanbischof wurde Pfr. Bischof Jan Wieczorek. Auf dem Platz vor der Kirche erschien Weihnachten 1994 eine Krippe, die jetzt immer aufgestellt wird.

Ein großes Ereignis war auch der Besuch der Kopie der Tschenstochauer Herrin im Jahr 1996. Das war ein besonderes Ereignis mit einer Wache über die ganze Nacht. Vor zwei Jahren am 6.Dezember weihte Bischof Pfr.Jan weczorek einen neuen Altar, in welchem er die Reliquien des Hl. Timotheus und der HI. Aurelia hinterlegte. Zur Vorbereitung der 100Jahr-Feier der Kirchweihe wurde die gesamte Kirche erneuert; das Dachblech wurde durch Kupferblech ersetzt, auf einem Teil des Fußbodens wurde neuer Graqit verlegt, die Kirche erhielt einen neuen Innenanstrich und die Altäre wurden vergoldet.

Heutiges Wirken der St-Anna-Kirche

In der Gemeinde wohnen rund 18.000 Gläubige. 16.000 davon nehmen am Gemeindeleben teil. Die Sternsinger besuchten 4452 Familien. Der Altersdurchschnitt der Gemeinde ist gestiegen. Immer weniger Kinder nehmen an der I. Heiligen Kommunion teil. In der Kirche finden viele Konzerte oder Gebetstreffen statt. Tätig ist auch der Klub der Katholischen Intelligenz und das Katechetische Haus. Religionsunterricht wird an vier Volksschulen, in fünf Kindergärten, an fünf Gymnasien und zwei Mittelschulen erteilt. Aus dem Kreis der hiesigen Ministranten wuchsen viele Pfarrer. Viele Mädchen gehören zur Gemeinschaft der „Marienkinder". Seit 10 Jahren existiert der von Ryszard Klein geleitete Chor „Schola Cantorum".

Das 100-jährige Bestehen begeht der jetzt von Pawel Sewera dirigierte Chor der Hl. Cäcilie.

Die Architektur der St.Anna-Kirche

Die Kirche wurde auf dem Plan eines lateinischen Kreuzes mit drei Seitenschiffen, zu denen sieben Tore führen, erbaut. Architektonisch trägt der Bau romanische und gotische Züge. Die Kirche ist 58 Meter lang, 20 Meter breit und vom Boden bis zur Turmspitze 71 Meter hoch. Seit 1996 werden die Glocken automatisch betrieben. Die im Jahr 1900 von der Firma J.E.Weul aus Bockenem erstellte. Die Uhr wird nach der Frankfurter Atomuhr gesteuert.

In der Kirche befinden sich prachtvolle Altäre. Diese sind mit schönen Malereien und herrlichen Skulpturen verziert. Links und rechts vom Presbyterium befinden sich Mosaiken mit den Gestalten der Heiligen. Zwei Eingangstore - das nördliche und das westliche - wurden zu Kapellen umgestaltet.

Dieser Artikel, entnommen der Hindenburger Zeitschrift „Nowiny Zabrzanskie" basiert auf dem Buch „Gemeinde St.Anna in Zabrze. 100 Jahre Kirchweihfest" von Gemeindepfarrer Pfr. Jozef  Kusche. Die Übersetzung enthält einige jedoch unbedeutende Kürzungen.

K.F

 

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15. Januar 2001
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