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Dr. Peter Mast
stellte die schlesischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts Niekrawietz, Scholtis und
Lange vor, die pragnant die gesamtdeutsche Kulturlandschaft kennzeichnen. Bei dieser
Maßnahme setzte man sich auch mit Kreisau, dem schlesischen Ort des deutschen
Widerstandes gegen das NS-Regime auseinander. Hier konnte in der Person von Heike
Kirchhoff eine sachkundige Referentin gewonnen werden, die nicht nur speziell auf den
Kreisauer Kreis einging, sondern allgemein das Problem des Widerstandes nach 1932 in
Deutschland erörterte.
Im Anschluss an
das Referat nahm man eine Besichtigung des Museums für Schlesische Landeskunde im Haus
Schlesien vor, wobei die Gruppe persönlich vom Leiter der Einrichtung, Dr. Stephan
Kaiser. begrüßt und in die Ausstellungsvorhaben eingeführt wurde.
Zum Abbau des
leider noch immer in einigen Teilen der polnischen Gesellschaft gängigen Vorurteils gegen
die Landsmannschaft Schlesien, dies wurde in der anschließenden Diskussion deutlich, trug
der stellvertretende Bundesvorsitzende der Landsmannschaft Schlesien, Peter Großpietsch
bei, und zwar mit seinem Referat zum Thema Die Einbindung der Vertriebenen in das
deutsch-polnische Gespräch", in dem er dabei die wichtige Rolle der Landsmannschaft
Schlesien beschrieb. Dass das deutsch-polnische Verhältnis nach wie vor mit vielen
offenen Fragen belastet ist, zeigte Peter Großpietsch detailliert auf. Diese offenen
Fragen können sehr oft durch menschliche Begegnungen gelöst werden. Es gibt jedoch auch
rechtliche Probleme, die nur auf der offiziellen Ebene der bilateralen Beziehungen
zwischen Berlin und Warschau geregelt werden können.
Damian
Spielvogel in seiner Eigenschaft als Bundessprecher der Hindenburger zeigte in seinem
Referat Auf den Spuren der Vergangenheit. Hindenburger Denkmäler und Gedenktafeln
bis 1945" die nicht mehr vorhandenen (infolge der sogenannten
Entdeutschung") zerstörten Denkmäler der Stadt Hindenburg auf. Gleichzeitig
nutzte er die Gelegenheit, um auf die Geschichte der Stadt Hindenburg hinzuweisen. Der
Besuch des Bundesministeriums der Verteidigung in Bonn gehörte unbestritten zu einem der
vielen Höhepunkte dieser Maßnahme. Besonders gut aufgenommen wurde der Vortrag von Jörg
Quensell, der kompetent die Aufnahme Polens in die NATO, die Verteidigungsstrukturen der
Bundesrepublik Deutschland sowie die derzeitigen aktuellen politischen Fragen in Europa
erläuterte. Ebenfalls der Besuch des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
in Bonn stand auf dem Programm. Hier konnten die Teilnehmer sich über die gut
dargestellte Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland informieren.
In der
abschließenden Debatte der Seminarkritik unter der Leitung von Karl Wehner und Damian
Spielvogel wurde insbesondere von den anwesenden Hochschulkräften, darunter dem Leiter
des Fremdsprachenkollegs, Grzegorz Wlozlak, den Sprachwissenschaftlern Dr. Ewa Jurczyk,
Dr. Marek Gladysz, Dr. Bza Kowol und Elwira Krieger zum Ausdruck gebracht, dass es eine
gelungene und lehrreiche Maßnahme war.
Den Studenten
wurde ermöglicht, neue Aspekte der deutsch-polnischen Nachbarschaft, der Geschichte
Schlesiens und Hindenburgs sowie die Zukunftsperspektiven eines vorurteilsfreien
Miteinanders im neuen Europa kennenzulernen.
Damian
Spielvogel