Auf goldenem Grund, ein durch dreifache Wölbung in der
Perspektive abgesetzter backsteinroter Zinnenturm (Burg) ohne Mauerkrone, aus dem ein
blaues Kammrad (Zahlrad) mit 12 sichtbaren Zähnen herausragt, das ist das Wappen der
Stadt Hindenburg OS; die Stadtfarben: Rot, Gelb, Blau.
Wie bei
fast allen Gebietskörperschaften üblich, führte auch die Stadt Hindenburg OS dieses
Wappen als Zeichen rechtstragender Kraft in ihrem Dienstsiegel und im Briefkopf ihrer
Schreiben; die mit besonderen Aufgaben betrauten Beschäftigten der Stadtverwaltung trugen
es auf ihrer Dienstbekleidung, den Dienstmützen oder auf dem Rockärmel. In großer
Ausführung auf Tuch wehte es bei festlichen Gelegenheiten als Stadtfahne über den
Dächern am Mast auf oder vor den Dienstgebäuden, an Straßen und auf Plätzen. In Stein
gehauen, in Holz geschnitzt, in Metall gegossen oder (auch als Fresko) gemalt, diente das
Hindenburger Stadtwappen als Schmuck an Außenwänden von besonderen Gebäuden, in den
Sitzungssälen und Büroräumen, wie auch in den Schulen der Stadt und in den Wohnungen
ihrer Bürger.
In seiner Schlichtheit und Sparsamkeit im Umgang mit den
Mitteln der Heraldik (Metall: Gold; Farben: Rot und Blau) ist es nicht nur einmalig,
einfach und einprägsam, sondern auch modern und zweckerfüllend.
Der
goldene Grund versinnbildlicht die Bodenschätze; das Zahnrad weist auf das Emporsteigen
des Ortes zu einer sich rasch entwickelnden Industrie-Großstadt und der dreigeteilte Turm
deutet auf die Burg, die einst im 16. Jahrhundert von dem damaligen Zabrzer
Grundherrn Szambor Dluhomil errichtet wurde und dem Aufbau der Donnersmarckhütte zum
Opfer fiel, ebenso hin, wie auch auf burg in Namen Hindenburg.
Am
17. Mai 1927 wurde der Stadt Hindenburg OS (Stadtrechtverleihung: 01.10.1922) durch den
Preußischen Minister des Innern das Recht zur Führung des oben beschriebenen Wappens
verliehen.
Durch
die Herrschaftsveränderungen in den ehemals deutschen Ostgebieten wurde dort auch das
Stadtwappen von Hindenburg OS beseitigt. 1992 beschloss der Rat der jetzigen Stadt
Hindenburg die Wiedereinführung des alten deutschen Wappens als offizielles Stadtwappen
von Hindenburg OS.
Hierzulande
sollte es jedoch von den ihrer Heimat beraubten Hindenburgern als Bindemittel
untereinander, wie auch als Gemeinschaftszeichen, Sinnbild und Sammelruf für die Weckung
und Erhaltung des Gemeinschaftsgeistes und der übrigen Belange der Gemeinschaft im
allgemeinen gepflegt werden. Wie ein Streit um das Sinnbild allermeist ein Streit um
die Sache ist, so ist ebenso oft eine Pflege des Sinnbildes eine Pflege der Sache. |