Zeittafel 12 |
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| 20. 3.1921 | Oberschlesische Abstimmung. 60 % für Deutschland, 40 % für Polen. |
| 3. 5.1921 | 3. polnischer Aufstand. Insurgenten besetzen Hindenburg OS ohne von den tranzosischen Besatzungstruppen gehindert zu werden. |
| 20. 10.1921 | Die Botschafterkonferenz in Paris beschliesst die Teilung Oberschlesiens zwischen Deutschland und Polen. Der Landkreis Hindenburg OS verliert dadurch seine südlichen Landgemeinden Bielschowitz, Bujakow, Chudew, Gross-Paniow, Klein-Paniow, Kunzendorf, Makoschau, Paulsdorf und Ruda. Bestimmungen des Minderheitenschutzvertrages vom 28. 6. 1919 zwischen den Alliierten und Polen müssen für eine Übergangszeit von mindestens 15 Jahren in dem bei Deutschland verbleibenden Tell Oberschlesiens beachtet werden, worüber zwischen Deutschland und Polen ein Abkommen geschlossen werden muss (s. 15. 5. 1922). |
| 1922 | Die Gemeinde Hindenburg OS erhällt eine Mittelschule, die mit Begin des Schuljahres 1923 eröffnet wird. |
| 15. 5.1922 | Deutsch-polnisches Abkommen über Oberschlesien in Genf geschlossen; am 3. 6. 1922 in Oppeln ratifiziert (RGB1. 111922 5. 585). |
| 15. 6.1922 | Inkrafttreten des Genfer Abkommens zwischen Deutschland und Polen vom 15. 5. 1922; Beginn der 15 jährigen Frist. Übergabe der Verwaltung durch die Interalliierte Regierungs- und Plebiszitkommission über die bei Deutschland verbleibenden und die Polen zuerkannten Gebietsteile Oberschlesiens. |
| 29. 6.1922 | Blutiger Peter- und Paul-Tag in Hindenburg OS; 18 Tote und 16 Verwundete (siehe Hindenburger Denkmale) |
| 3. 7.1922 | Abzug der franzoesischen Besatzungstruppen aus Hindenburg OS. |
| 4. 7.1922 | Einzug der Deutschen Reichswehr in Hindenburg OS. |
| 12. 7.1922 | Staats- und völkerrechtliche Abtretung des an Polen gefallenen Gebietes. |
| 3. 9.1922 | Abstimmung in der neugebildeten Provinz Oberschlesien über das Verbleiben im preussischen Staatsverband (gemäss der Änderung der Weimarer Reichsverfassung; s. 27. 11. 1920). 90 % stimrnen für den Verbleib. |
| 1. 10.1922 | Die Gemeinde Hindenburg OS erhält das Stadtrecht (kreisfreie Stadt), |
| 1923 | Gründung einer Städtischen Oberrealschule für Jungen ("Schlageter-Schule) mit zwei Anfangsklassen. Leitung: Studienrat Altmann |
| 1923 | Einführung der Berufs- (Fortbildungs-) Schulpflicht für ,,gewerblich tätige Mädchen und Eröffnung einer ,,Haushaltungs- und Gewerbeschule, aus der sich später die Städtische Bildungsanstalt für Frauenberufe entwickelt. |
| 3. 1.1923 | Das neugewählte Stadtparlament (Stadtverordnetenversammlung) tagt zum erstenmal. |
| 1. 4.1923 | Die Gemeinde Biskupitz-Borsigwerk erhält eine Mittelschule. |
| 9. 6.1923 | Schiedsspruch über das Verbleiben der Delbrückschächte der Preussag bei Deutschland. |
| Juli 1923 | Gründung einer Beamtengenossenschaft. |
| 23. 8.1923 | Errichtung einer polnischen Minderheitsschule (in der Volksschule an der Wiesenstrasse in Zaborze); 1935 mangels Bedarf geschlossen. |
| 15. 11.1923 | Die Gemeinde Biskupitz-Borsigwerk eröffnet eine Gewerbliche Berufsschule mit acht Klassen. |
| 1. 12.1923 | Amtsantrttt des ersten Oberbürgermeister Kurt Jehnel; verstorben am 5. 1. 1927 in Bad Warmbrunn. |
| 1924 | Die Gemeinde Zaborze erhällt eine Mittelschule. |
| 15. 3.1924 | Die bisherige Bergwerksdirektion der preussischen Staatsgruben in Hindenburg OS wird in eine Zweigstelle der Preussischen Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft (Sitz Berlin) umgewandelt. |
| 1. 4.1924 | Eröffnung
einer 2 jährigen Handelsschule und einer einjährigen Höheren Handelsschule. |
| April 1924 | Umwandlung der Beamtengenossenschaft in eine Spar- und Darlehenskasse e.G.m.u.H. Vorsitzender: Max Halfar; etwa 400 Mitglieder |