28. Hindenburger Heimattreffen in Essen
08./09. September 2007
Hindenburger in ihrer Patenstadt Essen
Ein Bericht von Damian Spielvogel

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Erneut folgten mehrere Tausend Hindenburger und ihre Freunde der Einladung der Patenstadt Essen zu dem bereits schon 28. Hindenburger Heimattreffen, das erneut in der Essener Grugahalle stattgefunden hat.

Es waren Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet und aus der Vaterstadt Hindenburg OS gekommen, um sich in friedlicher Begegnung an ihre Heimatstadt zu erinnern, und um ein Bekenntnis der Heimattreue abzulegen.

Erfreulich war die große Anzahl von Menschen der mittleren aber auch der jüngeren Generation, die mit ihrer Teilnahme gezeigt haben, dass das Patenschaftstreffen der Hindenburger kein „Veteranentreffen“ ist.

Die „Hindenburger Heimatkartei“, geführt von Hans-Jürgen Zöllig, hat sich erneut als sehr dienliche Einrichtung erwiesen, um nach Bekannten und teilweise auch nach Verwandten zu fragen und suchen. Viele Neueinträge konnten registriert werden.
MusikZu Beginn des 28. Hindenburger Heimattreffens wurden die Besucher durch ein wunderschönes Platzkonzert der Bergmannsblaskapelle „Mokoschau“ aus Hindenburg OS, unter der Leitung von Heinz Mandrysz, vor dem Haupteingang der Grugahalle musikalisch begrüßt. Die Musiker in ihren schmucken  Knappenuniformen umrahmten musikalisch mehrmals die zwei Treffenstage der Hindenburger in ihrer Patenstadt. Auch die Folkloregruppe der Schlesischen Jugend aus Nordrhein-Westfalen, „Der Fröhliche Kreis“, von Bernadette Glattki geleitet, hat einen kulturellen Beitrag zur Zufriedenheit der Zuschauer geleistet, indem sie Tänze aus Nieder- und Oberschlesien sehr gekonnt präsentierte.

Der Verkaufs- und Informationsstand des Senfkornverlages aus Görlitz, in dem unsere Heimatzeitung „Oberschlesien“, mit dem „Hindenburger Heimatbrief“, herausgegeben wird, erfreute sich großer Beliebtheit. Der Verlagsinhaber, Alfred Theisen, wusste sehr gekonnt, das Interesse der Hindenburger auf die angebotenen Produkte zu lenken und für unsere Heimatzeitung werbeträchtig aktiv zu sein.

Heimatkreisvertrauensfrau für den Stadtkreis Hindenburg OS, Marianne Mosler, richtete Worte der Freude und des aufrichtigen Dankes an die Patenstadt Essen, insbesondere für die Ermöglichung der Neueröffnung der „Hindenburger Heimatsammlung“. Sie hat die Hindenburger aufgerufen in ihrem Bekenntnis zur Vaterstadt weiterhin festzuhalten.
Gaeste
„Ost und West – vereint beim Heimatfest“: (v.l.n.r.)
Ratsfrau Helga Knobbe (Essen), Helga Zöllig (Vertretungsausschuss der Hindenburger), Marianne Mosler, Heimatkreisvertrauensfrau der Hindenburger, Bürgermeister Norbert Kleine-Möllhoff, Vize-Stadtpräsident Krzysztof Lewandowski, Pawel Barteczko vom Stadtamt in Hindenburg OS und Damian Spielvogel, Bundessprecher der Hindenburger

Der 1. Bürgermeister der Stadt Essen, Norbert Kleine-Möllhoff, begrüßte namens der Patenstadt der Hindenburger die Treffensteilnehmer. Er bekräftigte das Festhalten der Stadt Essen an der seit 1953 bestehenden Patenschaft Essen-Hindenburg OS. Auch er ging auf die Wichtigkeit der Kulturgutpflege ein. Besonders unterstrich er die Einmaligkeit der neuen Heimatsammlung der Hindenburger in Essen. Der Vize-Präsident der jetzigen Stadt Hindenburg OS, Krzysztof Lewandowski, der in Begleitung weiterer Amtsträger aus Hindenburg OS zum Treffen angereist war, überbrachte die herzlichsten Grüße aus der Vaterstadt. Er versprach das Kulturerbe der Hindenburger in Oberschlesien weiterhin zu pflegen und hat alle nach Hindenburg OS herzlich eingeladen.

Der eigentliche Höhepunkt der heimatlichen Begegnung war der sonntägliche katholische Festgottesdienst am zweiten Patenschaftstreffenstag. Prälat Dr. Gerd Lohaus aus Essen, hat die „innere kirchentreue Gemütslage“ der Hindenburger verstanden und zelebrierte einen wunderschönen, andächtigen und würdevollen Gottesdienst. Pfarrer Niemczyk assistierte bei der Eucharistiefeier.
Gottedienst
Der Festgottesdienst wurde musikalisch durch Marc-David Schwarz an der Orgel und durch die Makoschauer Bergmannsblaskapelle begleitet. Die Oberschlesischen Bergmänner sowie Trachten- und Fahnenabordnungen der landsmannschaftlichen Gruppen sorgten für weitere heimatliche Bezüge. Für einige Augenblicke verwandelte sich die Grugahalle zu einer „großen Kirche Hindenburgs“, und die Gottesdienstteilnehmer vereinten sich zu einer „großen Hindenburger Pfarrgemeinde“, die sich im christlichen Glauben fest zusammengeschlossen haben.

An beiden Treffenstagen konnten sich die Besucher der oberschlesischen Erzeugnisse der heimatlichen Traditionsbetriebe, der Fleischereien „Ligensa“ und „Struzina“, sowie der Bäckerei Müller erfreuen. Das 28. Hindenburger Heimattreffen war somit erneut ein Treffen der heimatlichen zwischenmenschlichen Begegnung, bei dem für Leib und Seele gleichermaßen gut gesorgt wurde.

Das Treffensbüro im Foyer der Grugahalle, das von Helga Zöllig vom Vertretungsausschuss „Hindenburg OS“ sowie von Kerstin Uredat und Rainer Dehne von der Stadtverwaltung Essen ununterbrochen betreut war, ist zum „informativen Orientierungspunkt“ geworden, die sehr viele Besucher gern angenommen haben. Dort wurden nicht nur einige Publikationen über Hindenburg OS und Oberschlesien angeboten, sondern auch die sehr gute Internetpräsentation der Hindenburger, die von Erwin Czmiel ausgezeichnet betrieben wird, vorgestellt.

Die Grugahalle in Essen wurde am zweiten Septemberwochenende in diesem Jahr für die in die Patenstadt angereisten Hindenburger zum Heimatersatz fern der geliebten oberschlesischen Vaterstadt. Die Hindenburger haben auch bewiesen, dass auch 62 Jahre nach Kriegsende eine west-ostdeutsche Patenschaft notwendig ist. Während des 28. Hindenburger Heimattreffens wurde wiederholt seit 1953 das Gefühl des heimatlichen Zusammenhaltes nach Innen und Außen unmissverständlich vermittelt.
Der Patenstadt Essen ist zu danken, dass sie an dem Patenschaftswerk  festhält und eine Unterstützung für die Durchführung der Heimattreffen uneigennützig gewährt.
Das 28. Hindenburger Heimattreffen hat glücklicherweise wiederholt nichts an seiner ursprünglichen Stärke und Festigkeit eingebußt.

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