Führungswechsel
bei den Hindenburger



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Anlässlich des diesjährigen 28. Hindenburger Heimattreffens hat Marianne Mosler ihr Amt aus Altersgründen niedergelegt. Ihr Nachfolger als Heimatkreisvertrauensmann für den Stadtkreis Hindenburg OS ist Damian Spielvogel.
Marianne Mosler wurde am 15. Oktober 1925 als Tochter des damaligen Studienrats Arthur Mosler und seiner Ehefrau Maria, geb. Reiß in Habelschwerdt (Grafschaft Glatz/Schlesien) geboren.
1929 zog die Familie von Landeshut in Schlesien nach dem oberschlesischen Hindenburg um, wo ihr Vater eine Stelle als Oberstudienrat an der Oberrealschule antrat. Nach dem Besuch der Zedlitzschule (Volksschule) besuchte sie in den Jahren 1936-1944 die Reitzensteinschule in Hindenburg OS, dort bestand sie am 02.02.1944 ihr Abitur. Nach der Flucht studierte Marianne Mosler Romanistik an der Georg-August-Universität in Göttingen. Ihr Studium setzte sie an der Westfälischen Landesuniversität fort und schloss mit Examen 1953 (Lehrbefähigung für die Sekundarstufe II in Französisch und Geschichte). Am 01.04.1958 wurde sie als Studienrätin an der Städtischen Viktoriaschule in der Patenstadt der Hindenburger, der Stadt Essen, angestellt. Als Oberstudienrätin tritt sie 1987 in den verdienten Ruhestand ein.
Bereits Anfang der 60er Jahre wurde sie auf Wunsch des „Vaters der Hindenburger", wie Theodor Jurok genannt wurde, Mitglied des Vertretungsausschusses „Hindenburg OS" bei der Patenstadt Essen unter Oswald Kohlmann. Zur gleichen Zeit war sie Mitglied der überparteilichen Politischen Bildungsstätte in Essen, die sich auf die Jugendarbeit konzentrierte. Nach dem Ortswechsel des damaligen und zwischenzeitlich verstorbenen Heimatkreisvertrauensmanns für den Stadtkreis Hindenburg OS, Herbert Skowronek, der in Nachfolge von Oswald Kohlmann und Franz Schyma die Geschicke der Hindenburger inne hatte, übernahm 1994 Marianne Mosler, als erste Frau in der Geschichte der Hindenburger nach der Vertreibung dieses Amt, das sie bis mit viel Umsicht bekleidet hat.
Die Heimat der väterlichen Vorfahren von Damian Spielvogel ist die Gegend des Wallfahrtsortes Wartha und Jägerndorf, im einst Österreichisch-Schlesien. Die Mutter stammte aus einer alten oberschlesischen Familie in Biskupitz, das seit 1927 zu Hindenburg OS eingemeindet worden ist. Trotz der vor allem in Oberschlesien unter dem Kommunismus von den Nationalisten gewaltsam betriebenen Polonisierung der angestammten Bevölkerung wurde in Damians Spielvogel Elternhaus so gut Deutsch gesprochen, dass der damals Fünfzehnjährige – zusammen mit seinen Eltern und einem älteren Bruder kam man anfangs der 80ger Jahre die Bundesrepublik Deutschland – gleich in die Oberstufe des evangelischen Dietrich-Bonhoeffer- Gymnasiums in Hilden aufgenommen wurde und hier auch sein deutsches Abitur ablegen konnte. Es folgte dann das Hochschulstudium des Maschinenbaues und der Betriebswirtschaft in Dortmund. Als Diplom-Ingenieur hat er sein Studium abgeschlossen.
Im Gegensatz zu vielen anderen, hat sich Damian Spielvogel, der am 14. Dezember 1965 geboren wurde, so muss man es wohl ausdrücken, in die landsmannschaftliche Arbeit gestürzt. Seit mehreren Jahren ist er Vorsitzender der Landsmannschaft Schlesien in Velbert, seinem bisherigen Wohnort, er ist nach wie vor stellvertretender Landesvorsitzender und gehörte mehrere Jahre dem Bundesvorstand der Schlesischen Jugend an, und der Bundesvorstand der Landsmannschaft Schlesien berief ihn 1991 zum Aussiedlerbeauftragten, in welcher Funktion hervorragende Arbeit geleistet hat. 1994 wurde er Bundessprecher der Hindenburger; für die er seit fast 20. Jahren sowohl in der Patenstadt Essen eifrig arbeitet als auch rege Kontakte zur heutigen Kommunalverwaltung von Hindenburg OS pflegt. Besonders hat er sich der grenzüberschreitenden Kultur- und Jugendarbeit verschrieben. Bereits als 28jähriger wurde er mit der Goldenen Ehrennadel der Landsmannschaft Schlesien und der Silbernen Verdienstnadel der Landsmannschaft der Oberschlesier geehrt. In Anerkennung seiner Verdienste um die grenzüberschreitende Kulturarbeit wurde ihm die Kultur- Medaille des Städtischen Museums in Hindenburg OS vor mehr als acht Jahren verliehen. 
Man kann nur sagen, hier hat ein junger Mann sich zum einen beruflich und zum anderen landsmannschaftlich nicht nur behauptet, sondern in geradezu bewundernswerter Weise bewährt. Als junger Mann aus der heimatpolitischen und sozialen Arbeit wurde er 1997 zum hauptamtlichen Bundesgeschäftsführer der Landsmannschaft Schlesien berufen. Überdies spricht er nicht nur fließend Polnisch, sondern wirkt auch als Übersetzer und Dolmetscher für die polnische Sprache.
Mit Damian Spielvogel tritt erstmals an die Spitze der Hindenburger eine Personen, die der nachgeborenen Generation angehört.
Wir sprechen Mariane Mosler, die dem Vertretungsausschuss der Hindenburger weiterhin angehören wird, für ihre uneigennützige Tätigkeit herzlichen Dank aus, und wünschen gleichzeitig Damian Spielvogel für sein neues Amt alles Gute und Gottes Segen.
Beiden gilt ein herzliches und heimatliches „Glückauf!“.

Sebastian Weirauch


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